| Bewegung in der Schule |
| Geschrieben von Bundesministerium für Gesundheit | |
| Freitag, 18. September 2009 | |
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6.000 Schritte und ein gesundes Picknick zur Diabetes-Typ-2-Prävention
30 Schülerinnen und Schüler, 15 Schrittzähler und viel Gesundheit. Zwei zweite Klassen der Lukas-Backmeister-Grundschule in Uelzen unternahmen am 16. Juni 2009 einen gesunden Ausflug: 3.000 Schritte entlang der Ilmenau, ein Obst- und Gemüse-Picknick und 3.000 Schritte zurück standen auf dem Programm.
Den Ausflug organisierte Gesundheitsberaterin Claudia Walpert bereits zum zweiten Mal: Im Juni 2008 machte sie sich ebenfalls mit Schülerinnen und Schülern der Lukas-Backmeister-Grundschule auf den Weg. Wie der Spaziergang angekommen ist und warum sie sich für Bewegung und Ernährung in der Schule engagiert, erklärt Claudia Walpert im Interview.
Frau Walpert, wie kommen denn die 3.000-Schritte-Spaziergänge bei den Kindern an? Claudia Walpert: Sehr gut. Die Kinder gehen, laufen, unterhalten sich und haben viel Spaß dabei. Die Schrittzähler motivieren zusätzlich. Die Kinder finden es toll, ihre Schrittezahl abzulesen und zu vergleichen. Wie im vergangenen Jahr, mussten sich auch bei diesem Ausflug zwei Kinder einen Schrittzähler teilen. Da aber jedes Kind das Gerät 3.000 Schritte lang tragen wollte, sind wir diesmal 6.000 Schritte gegangen.
Claudia Walpert: Durch viel Bewegung in den Familien. Das,
was den Kindern vorgelebt wird, spielt eine ganz wichtige Rolle. Ebenso
motivieren die Sportangebote in den Schulen nachweislich die Kinder, auch ihre
Freizeit aktiver zu gestalten. Zum Beispiel sehen wir, dass die Schülerinnen
und Schüler, die im vergangenen Jahr bei unserem Spaziergang mitgemacht haben,
jetzt häufiger zu Fuß in die Schule kommen. Übrigens haben bewegte Kinder in
der Schule bessere Leistungen vorzuweisen - das haben die Kinder selbst
gemerkt.
Exakt 3.000: Jedes der Kinder durfte 3.000 Schritte lang einen Schrittzähler tragen. Apropos Schule: Wie sind Sie darauf gekommen, gerade mit Schülerinnen und Schülern der Lukas-Backmeister-Grundschule 3.000 Schritte zu gehen? Claudia Walpert: Ich habe mich während meines Studiums der Angewandten Gesundheitswissenschaften in einer Projektarbeit mit dem Thema "Diabetes-Typ-2-Primärprävention bei Grundschulkindern" beschäftigt. Die Lukas-Backmeister-Grundschule unterstützt mich bei diesem Projekt freundlicherweise. Die Veranstaltungen zur Ernährung und die Bewegungsaktionen kommen bei den Kindern sehr gut an. Deshalb führe ich das Projekt an der Schule weiter.
Claudia Walpert: Studien belegen: 60 Minuten Sport am Tag senken das Risiko einer Diabetes-Erkrankung um 30 Prozent. Warum? Bewegung verbessert die Wirkung von Insulin und reduziert den Blutzuckerspiegel. Außerdem wird der Stoffwechsel angekurbelt und gefährliche Fette im Blut werden reduziert. Bewegung sowie eine gesunde, ausgewogene Ernährung sind die wichtigsten Bausteine bei der Diabetes 2-Prävention. Ich finde es wichtig, dass Kinder möglichst früh beides kennenlernen.
Claudia Walpert: Ja. Die Kinder haben mit so viel Begeisterung im Vorfeld Obst und Gemüse vorbereitet, und nach dem Picknick mit so viel Spaß auf dem Spielplatz getobt, dass uns das in unserer Idee bestätigt hat. Deshalb möchte ich solche Aktionen gerne mit weiteren Klassen wiederholen. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 18. Dezember 2009 ) |
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